Psychologisches Know-how für Juristen: Systematische Denkfehler erkennen und erfolgreich agieren

Informationen:

Seminarnummer:
2024 12
Referent(en):
Alicia Mohnert
Ort/Anschrift:
Seminarraum 1, Bürgerzentrum Bruchsal, Am Alten Schloß 22, Bruchsal
Kategorien:
Workshop, Präsenz-Seminare, Fortbildungsveranstaltungen
Berufsrechtliche Veranstaltungen:
alle Fachanwaltschaften - 5,0 Std.
Fachanwalt für Agrarrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Arbeitsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Erbrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Familienrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz - 5,0 Std.
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Informationstechnologierecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Insolvenzrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für internationales Wirtschaftsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Medizinrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Migrationsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Sozialrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Sportrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Steuerrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Strafrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Transport- und Speditionsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Vergaberecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Verkehrsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Versicherungsrecht - 5,0 Std.
Fachanwalt für Verwaltungsrecht - 5,0 Std.
Termine:
14.11.2024 09:00 Uhr  – 15:30 Uhr
Seminartermin:
Seminartermine exportieren (.ics)
Preis:
180,00 €

Beschreibung

„Psychologisches Know-how für Juristen:

Systematische Denkfehler erkennen und erfolgreich agieren“

 

Sehr geehrte Damen und Herren Kolleginnen und Kollegen,

die Rechtsanwaltskammer Karlsruhe führt für ihre Mitglieder am

Donnerstag, 14. November 2024, von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr Bürgerzentrum Bruchsal, Seminarraum 1, Am Alten Schloß 22, Bruchsal

(Parkmöglichkeiten Tiefgarage Bürgerzentrum oder Parkhaus Kaiserstraße)

 ein Seminar mit maximal 35 Teilnehmern zum obigen Thema mit der Referentin

 Frau Alica Mohnert

Volljuristin, Lehrbeauftrage an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften, Speyer

 durch.

Hinweis: Der Workshop wird als Fortbildungsveranstaltung gemäß § 15 FAO für alle Fachanwaltschaften mit 5 Stunden anerkannt.

 

Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt einschließlich Getränken, Kaffeepausen, sowie Mittagessen        180,00 €                                                                               

(Parkgebühren sind im Preis nicht enthalten)

und ist ausschließlich auf das Seminarkonto unter Angabe des Teilnehmers sowie der Seminarnummer 2024 12 bei der

Postbank Karlsruhe, IBAN: DE56 6601 0075 0169 2167 59, BIC: PBNKDEFF
zu überweisen.

Die Teilnahmegebühr ist mit der Anmeldung fällig; eine Eingangsbestätigung sowie eine Rechnungsstellung erfolgen nicht. Bei einem Rücktritt von der Anmeldung während der letzten 10 Tage vor Beginn der Veranstaltung ist eine Rückzahlung der Teilnahmegebühr nur ausnahmsweise nach Prüfung im Einzelfall möglich.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

RAin Doreen Fischer

 Themenübersicht

 

Jurisprudenz ist Arbeit mit Menschen; trotzdem hat Ihnen die Juristenausbildung höchstwahrscheinlich keine modernen psychologischen Kompetenzen mit auf den Weg gegeben. Was die Psychologie in jahrzehntelanger empirischer Forschung über typisch menschliches Verhalten herausgefunden hat, ist den meisten Akteuren im juristischen Feld gänzlich unbekannt, obwohl psychologisch bedingte Phänomene dort ganz genauso auftreten wie überall sonst auch. Dieses Seminar gibt Ihnen Erkenntnisse an die Hand, mit denen Sie systematische Denkfehler ausräumen und besser verstehen, woher die Reaktionen Ihrer Kollegen und Mandanten rühren. Sie lernen, zu unterscheiden zwischen subjektiven Alltagstheorien darüber, „wie der Mensch an sich so ist”, und welches belastbare Wissen es tatsächlich gibt, praktisch aufbereitet anhand von juristisch relevanten Szenarien und Alltagsbeispielen.


Ganz gleich, in welchem Rechtsgebiet Sie unterwegs sind: Juristen sind jeden Tag aufgefordert, Informationen nach Relevanz zu sondieren, sich ggf. aus der Schilderung der Mandanten ein akkurates Bild vom Sachverhalt zu machen und eine passgenaue Recherche durchzuführen, um die Rechtslage zu ergründen, aus der dann die taktischen Schlüsse zu ziehen sind. Sie halten sich fachlich auf Stand, um stets das Optimum für Ihre Mandantschaft herauszuholen. Aber wussten Sie, dass es typisch menschlich ist und daher leicht passiert, sich zwar mit einer konstruktiven Einstellung an die Arbeit zu setzen, aber trotzdem am Fall vorbeizurecherchieren, ohne es zu merken? Die Art, wie unser Gehirn Informationen vorfiltert, hat wenig damit zu tun, wieviel Berufserfahrung man als Spezialist gesammelt hat, dafür aber eine Menge damit, ob man klassische psychologische Effekte kennt und Gegenstrategien zum Einsatz bringt. Denn wenn wichtige Informationen untergehen, kann dazu führen, dass Sie Problemlösungen erarbeiten, die Ihren Mandanten nicht zufriedenstellen und Sie später noch einmal neuansetzen müssen – Zeit und Energie, die Sie lieber in die nächste Aufgabe stecken würden.
Auch im Umgang mit der Justiz ist es nützlich, zu verstehen, weshalb die verschiedenen Beteiligten ein und denselben Fall mitunter höchst abweichend bewerten, obwohl die Lage doch so eindeutig erscheint. Wenn Sie mit einem Kollegen einen Vertrag aushandeln, stehen Ihnen empirisch erforschte Techniken zur Verfügung, um sich eine bessere Verhandlungsposition aufzubauen – und zu bemerken, wenn die Gegenseite unethisch vorgeht, um daraus Ihre Schlüsse zu ziehen.

 

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